Ein für Besucher attraktives Ziel ist die Burg Křivoklát, die Anfang des 12. Jahrhunderts durch Fürst Vladislav gegründet wurde, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Prag - Kleinseite, Moldau (Vltava) und Karlsbrücke, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Ausblick von Prag nach Nordwesten, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Die Schönheit des Landstrichs, der auch Böhmisches Paradies genannt wird, inspirierte viele Künstler, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Burg Český Šternberk, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Koněprusy Höhlen, das größte Höhlensystem in Böhmen, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.Das Schloss Mělník und der Turm der Kirche der Hl. Peter und Paul von der historischen Schiffschleuse in Hořín aus gesehen, Foto: Archiv Vydavatelství MCU s.r.o.
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Mittelböhmen - die Umgebung Prags

Viadukt Žampach

Unweit von Jílové bei Prag befindet sich die wahrscheinlich höchste steinerne Eisenbahnbrücke in Mitteleuropa. Der sog. Viadukt Žampach, der in den Jahren 1898 - 1900 erbaut wurde, überbrückt das Tal Kocour und ist 41,73 m hoch (nur einen Meter niedriger als die Nuselský Brücke in Prag). Er besteht aus sieben Bögen mit einem Abstand von jeweils 12 m, wobei die Gesamtlänge der Brücke 109,33 m beträgt. Die Brückenbahn ist 5,77 m breit. Der Bau wurde in den Jahren 1898 - 1900 von italienischen Arbeitern ausgeführt, die Erfahrungen mit ähnlichen Arbeiten in den Alpen hatten. Das konsequent ausgeführte Werk dient ohne größere Instandsetzungen bis heute dem Eisenbahnverkehr.

GPS: 49°52'22.598"N, 14°29'15.802"E

Medník

Ist ein Naturdenkmal am nordöstlichen Abhang des Hügels Medník (416 m über Meer) auf dem linken Ufer des Flusses Sázava. Das Gebiet ist wegen des Vorkommens der seltenen und kritisch bedrohten Pflanze Hunds-Zahnlilie geschützt. Es handelt sich um den einzigen Standort dieser lilienartigen Pflanze in der Tschechischen Republik.

GPS: 49°52'4.109"N, 14°27'28.893"E

Aussichtsturm Třeštibok

Die zwei Aussichtspunkte auf Felsvorsprüngen hoch über dem Fluss unweit von Jílové bieten einen wunderschönen Ausblick auf das Flusstal der Sázava. Sie sind ungefähr 150 m voneinander entfernt, der erste heißt Hadí skála (Schlangenberg), der andere ist eben der Třeštibok (dt. Rammbock). Der eigenartige Name entstand höchstwahrscheinlich, als Flöße den Fluss Sázava befuhren und mit ihren Randstämmen an den Fels stoßen.

GPS: 49°52'37.066"N, 14°27'7.230"E

Sázaver Pazifik

Diese romantische und bis heute benutzte Bezeichnung tragen zwei Eisenbahnen - und zwar die Bahnstrecke Nummer 210 (Prag - Vrané - Čerčany) und die Bahnstrecke Nummer 212 (Čerčany - Kácov - Světlá nad Sázavou). Der Name entstand in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts dank der Tramp, die mit dem Zug diese Ortschaften entlang des Flusses Sázava aufsuchten. Als erste wurde die Bahnstrecke mit der gegenwärtigen Bezeichnung 210 errichtet. Der Grund für ihre Errichtung war die (heute nicht mehr existierende) Zuckerfabrik in Modřany. In den Folgejahren wurde die Bahnstrecke bis nach Posázaví verlängert. Der letzte Streckenabschnitt wurde im Jahre 1900 fertiggebaut. Der Bau der Eisenbahnstrecke hatte ursprünglich vor allem wirtschaftliche Bedeutung, später trug sie aber wesentlich zur Entwicklung des Trampings und Wandertourismus in der Umgebung von Prag bei. Neben dem Regelverkehr finden zahlreiche historische und festliche Fahrten auf den Strecken der Sázaver-Pazifik-Eisenbahn statt, die üblicherweise mit einer interessanten Kulturveranstaltung (z.B. Sázaver Kirchweih) verbunden sind. www.pacifikem.cz

Gruben Amerika

Die Gruben Amerika (oder auch „Böhmischer Grand Canyon“) ist der Sammelbegriff für ein System von Kalksteingruben bei der Gemeinde Mořina im Böhmischen Karst, die mit unterirdische Stollen miteinander verbunden sind. Manche sind bis zu 60 Meter tief. Am bekanntesten sind die Kalksteingruben Velká Amerika (Großamerika) und Malá Amerika (Kleinamerika) und Mexico. Weitere kleinere Kalksteingruben sind in den umliegenden Wäldern versteckt. Der Ausgangspunkt für den Besuch der Kalksteingruben kann die Stadt Karlštejn sein, die mit dem Auto oder Zug sehr gut erreichbar ist. Hinweis: Die Kalksteingruben Amerika sind Privateigentum der Gesellschaft Lomy Mořina und der Eintritt ist verboten. Beim Aufenthalt in der Nähe der Kalksteingruben seien Sie bitte äußerst vorsichtig! www.lomy-amerika.cz

GPS: N 49° 57.567; E 014° 11.917

Parklandschaft und Schloss Průhonice

Die einzigartige Naturparklandschaft mit einer Fläche von 250 Ha, keine 15 Km vom Zentrum Prags entfernt. Für seine Einzigartigkeit wurde sie im Jahr 2010 in der Liste des Welterbes UNESCO eingetragen. Der Park prunkt mit vielen Unikaten: die Sammlung der Holzarten stellt 1800 einheimische und exotischen Arten vor, die Rhododendronsammlung zählt um die 8000 Stück Sträucher, das ausgedehnte Alpinum erstreckt sich auf einer Fläche von 3 Ha. Im Neurenaissanceschloss ist die Dauerexposition untergebracht, die dem Gründer des Parks gewidmet ist. Das Konferenzund Gesellschaftszentrum im Schloss bietet Räumlichkeiten für Kulturveranstaltungen, Hochzeiten und Ausstellungen. Im Kleinen Hofplatz finden Sie das botanische Kaffeehaus Taroucafé. Der Park ist ganzjährlich täglich geöffnet. www.pruhonickypark.cz

GPS: 50°0'2.291"N, 14°33'27.287"E

Mittelböhmisches museum in Roztoky bei Prag

Das Schloss, die ursprüngliche Wasserfestung aus dem 13. Jahrhundert, wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in die Renaissanceform umgebaut. Die endgültige Form wurde durch die baulichen Gestaltungen im 19. Jahrhundert geprägt. Das Objekt wurde nach dem Hochwasser 2002 generalsaniert und wird im Frühjahr 2014 gemeinsam mit den neuen Expositionen für die Öffentlichkeit eröffnet. Das Museum in Roztoky bei Prag verwaltet gegenwärtig das Schlossgelände und das Atelier von Zdenka Braunerová. Die Malerin, Grafikerin und Buchkünstlerin Zdenka Braunerová errichtete in den Jahren 1903 - 1904 ihr Atelier in der Nachbarschaft der Brauner Mühle. Die Exposition präsentiert das zeitgenössische Interieur und verwendet dabei die Sammlung von Bildern und Gegenständen aus dem Nachlass der Künstlerin und den Sammlungen des Museums. www.muzeum-roztoky.cz

GPS: 50°9'29.924"N, 14°23'54.544"E

Wasserwerk Štěchovice

Wasserwerk Štěchovice - dank ihrer gelungenen Eingliederung in die Landschaft sowie der Granitverkleidung des gesamten Bauwerks höchstwahrscheinlich schönste aller Stufen der Moldaukaskade wurde in den Jahren 1937 bis 1945 erbaut. Heute ist ihre Hauptaufgabe die Kompensation des unregelmäßigen Abflusses vom Wasserkraftwerk Slapy, das anschließende kontinuierliche Ablassen des Wassers in das Wasserwerk Vrané und auch die Stromerzeugung. Der künstliche See, der bis zur Staumauer des Wasserwerks Slapy greift, ist 9,4 km lang und sein Volumen beträgt 11,2 Mio. m3 Wasser. Die Direktlaststaumauer aus Beton ist 124 Meter lang, 22,5 Meter hoch und enthält fünf absperrbare Überfallfelder, jeweils 20 Meter breit. Am Staumauerkörper führt kein Verkehrsweg. Unterhalb des mittleren Überfallfeldes befindet sich die mit Schleusenbrett absperrbare Ablassbohrung 7 x 7 Meter, die zum kompletten Ablassen des Stausees genutzt werden kann und durch welche Flöße und andere Wasserfahrzeuge während des Baus durchfuhren.

Die Kammerschleuse am rechten Ufer ist 12 Meter breit und 118 Meter lang und ist für Wasserfahrzeuge bis 1000 Tonnen Auftrieb geeignet. Sie überwindet den Höhenunterschied der Wasserspiegel von bis 20,1 Metern. Die europäische Einzigartigkeit ist ihr oberes, 24 Meter hohes Stemmtor, was bei diesem Konstruktionstyp eine außerordentliche Höhe ist.

In Štěchovice arbeiten zwei Wasserkraftwerke: Ein Mitteldruck- Durchfluss-Wasserkraftwerk mit zwei Kaplan- Turbinen mit der Leistung von 2 x 11,25 MW, das im Spitzenzeitmodus arbeitet. Die günstige Konfiguration des Terrains in der Umgebung der Talsperre ermöglichte noch die Errichtung des Pumpwasserkraftwerks mit 220 Meter Gefälle und Akkumulationsbecken am Hügel Homole. Nach der Rekonstruktion in den Jahren 1992 bis 1996 ist dieses Kraftwerk mit einer modernen Francis- Reversturbine mit dem Generator von 45 MW Leistung eingerichtet.